Ein runder Geburtstag steht diesen Herbst bevor. Die Ungarische Bewegungsnotationsmethode feiert ihr 28-jähriges Jubiläum. In den Anfängen haben wir die Grundidee der Bewegungsnotation in der komplexen Sporttherapie von unbeholfenen Vorschulkindern mit Atemwegserkrankungen angewendet. Damals sahen viele nur „Babyzeichnungen“ darin, aber einige, darunter die führenden Fachkräfte der Grundlagentherapie, ermutigten und inspirierten uns, weiterzugehen. Dafür sind wir dankbar! In den letzten Jahrzehnten haben wir viel gelernt und uns stark weiterentwickelt. Heute wird Bewegungsnotation erfolgreich an über 1.800 Standorten eingesetzt, hauptsächlich zur Förderung von Vorschulkindern, aber zunehmend auch bei Grundschulkindern in Bereichen wie Lese- und Schreibvorbereitung, Zahlenverständnis und anderen kognitiv-motorischen Therapieanwendungen. Es fiel mir leicht, mich in diesen Aspekt von Bewegung und Sport zu verlieben, da ich Sportlehrer wurde – hätte es die heutigen therapeutischen Möglichkeiten in meiner Kindheit gegeben, hätte man sicher alle empfohlen.
Damals gab es weder Grundlagentherapie, noch TSMT oder Ayres-Therapie. Ich hatte jedoch einen hervorragenden Sportlehrer, Péter Halmos, und später einen väterlichen Trainer, Béla Balogh, die mir zeigten, dass Geduld, Fleiß, Liebe und Akzeptanz – auch auf indirekten Wegen – nicht nur Geschick und Kraft entwickelt werden können, sondern wir auch enorme Freude und Erfüllung auf dem Weg erleben, die unser gesamtes Leben prägen. Ja, dies ist eine Berufung – ein Engagement für Bewegung und Sport, sei es im Wettkampfsport, in der Freizeit oder in der Bewegungstherapie. Die fachliche Grundlage der Bewegungsnotationsmethode basiert auf meinem persönlichen emotionalen Engagement und beständiger Hingabe, ergänzt durch Jahre im Leistungssport. Ich habe Trainer- und Lehrqualifikationen in mehreren Sportarten erworben, die Grundlagentherapie abgeschlossen, bin weiterhin sportlich aktiv und nehme an Wettkämpfen teil. Seit dreißig Jahren bemühe ich mich, dieses Wissen und meine Begeisterung an Kinder und Erwachsene weiterzugeben. Rückmeldungen zeigen, dass dies erfolgreich gelingt. Als Psychologe bin ich ebenfalls ein überzeugter Verfechter von Bewegung und Sport: ein bewusst gewählter aktiver Lebensstil ist ein wesentlicher Bestandteil körperlicher und geistiger Vitalität und spielt oft eine Schlüsselrolle bei deren Wiedergewinnung. Vor zwölf Jahren haben wir an der Pädagogischen Fakultät der Universität Szeged einen Kurs in Bewegungspsychologie gestartet, der zukünftigen Lehrkräften grundlegende, praxisnahe Kenntnisse vermittelt. Wir leben in sich wandelnden Zeiten, und spontane Bewegungsmöglichkeiten haben sich verändert, wodurch strukturierte und fachgerechte Bewegungsförderung für alle Altersgruppen immer wichtiger geworden ist. Oft müssen wir künstlich nachholen, was früher selbstverständlich im Alltag war – manchmal sogar das Gehen. Es ist kein Zufall, dass Fitnessstudios und Aerobic-Studios entstehen und ständig neue Sportarten angeboten werden. Früh begonnene, kontinuierlich weiterentwickelte Bewegungsförderung und Bewegungstherapien sind keine kurzlebigen Trends, sondern essenzielle Mittel der kindlichen Bewegungsbildung, umgesetzt mit modernen Methoden und Geräten. Dies ist eine der Herausforderungen unserer Zeit. In dieser Arbeit habe ich die Freude an Berufung und Schöpfung gefunden, und unser engagiertes Team trägt mit Begeisterung zur Entwicklung und Weitergabe der Bewegungsnotationsmethode bei.